Strand zum Zweiten

Es ist wieder Wochenende, das Wetter ist also wieder superschön. Strand.

Da wir diesmal weder Frisbee noch Fußball dabei haben wird’s nur ein langweiliges in der Sonne rumliegen, dafür gibt’s hier ein paar Bilder von letzter Woche (aufgenommen von Andre):

 

Tornado-sichere Bauweise

Feuerwehr

Der gelbe LKW, der hier zwei Spuren blockiert ist von der Feuerwehr. Dahinter steht noch ein Krankenwagen. Wegen einer Frau die beim Joggen umgekippt ist.
Auf dem anderen Foto kann man die sichere Konstruktion der Häuser begutachten.

 

Der Strand liegt direkt neben dem Lincoln Park, deswegen gibt’s hier so viel grün.

 

Strand

...

Strand


 

Skyline vom Strand

Skyline vom Strand

Die Skyline vom Strand aus.

 

Neben der Strandbar sind ca. 10 Beachvolleyball Felder aufgebaut.

 

Strand

Strand

Strandbar


 

Strand

Strand

Und noch zwei Myriaden Sandkörner.

Du musst aus Europa sein

Nicht weit von meinem Hotel fängt ein großer Park an, und heute hab ich es doch endlich geschafft dort mal laufen zu gehen. Praktischerweise ist alle Meile eine Markierung auf den Weg gemalt, sodass ich genau weiß, dass es gar nicht so weit war.

Als ich zurück bin sind die anderen schon in die Woodfield Mall gefahren. In einem Anfall von Übermut entschließe ich mich nach dem Duschen zur Mall zu laufen (spazieren) — sind ja nur 10 km. Überraschenderweise zieht sich der Weg (verglichen mit dem Auto) ganz schön. Mehrere Male rechne ich mir aus dass die vorbeisausenden Autos 15 mal so schnell sind wie ich. Und weil ich auch noch in mehreren Geschäften Halt mache, komme ich erst nach drei Stunden bei der Mall an. Dort geht’s zu allererst in den Sony Style Store. Ein MP3 Player den ich im Internet entdeckt habe hat es mir angetan. In wirklich ist er leider nur aus Plastik und fühlt sich ganz billig an. Dann kauf ich eben doch einen iPod nano.

Zwei Stunden später ist mein Shopping-Sprint vorbei, ich hab die ganze Mall gesehen und war in fast jedem interessanten Geschäft. Draußen fängt es schon an zu dämmern und ich bin nicht soo scharf darauf nochmal zwei Stunden zu laufen. Obwohl mich bei meinen Tramp-Versuchen am Nachmittag schon keiner mitnehmen wollte strecke ich an der nächsten großen Straßenkreuzung allen Rechtsabbiegern meinen Daumen entgegen. Offensichtlich sind Tramper hier Luft, denn ich werde von allen komplett ignoriert. Als ich gerade aufgeben will sehe ich doch eine Reaktion in einem Auto. Emil und seine Frau begrüßen mich mit den Worten: “Du musst aus Europa sein.”, und er fügt hinzu: “Per Anhalter, das macht hier keiner.”. Eigentlich wollen sie zu einer Bar die in Richtung meines Hotels liegt, aber kurzerhand entschließen sie sich mich doch ganz bis “nach hause” zu fahren. God bless America ;)

Private Transport

Es ist an der Zeit ein paar Worte über die Autos hier zu verlieren (unter der Woche ist ja eh nicht so viel los).

Zunäscht mal: Jeder hat eines und benutzt es wann immer es geht. Läuft man zum Waschsalon fühlt man sich fremd und einsam. Gehsteige gibt es zwar, aber die benutzt man nur wenn man seinen Hund Gassi führt. Die Straßen sind zum Glück auch für so viel Verkehr ausgelegt, selbst in den Vororten sind sie oft dreispurig.

Es gibt hier im Vorort Autohäuser von jeder amerikanischen, deutschen und asiatischen Marke (französiche gibt’s komischerweise gar nicht).

Pink Hummer

Das Auto ist des Amis ganzer Stolz und deswegen muss es auffallen. Der simpelste Weg ist einfach nur groß sein. Jedes zweite Auto ist hier ein Jeep oder Pickup. Und nicht so Spielzeug wie bei uns, hier gibt es auch Modelle mit Zwillingsreifen auf der Hinterachse. GMC macht gerade Werbung damit dass ihr neuer Pickup deutlich größer ist als der Durchschnitt, Ford wirbt dass ihrer am meisten ziehen kann.

Die zweite Möglichkeit aufzufallen ist Sportlichkeit. Sei es klassisch flach (Corvette) oder Muscle-Car (Ford Mustang, Dodge Charger). Deren Hubraum ist größer als manch Kofferraum bei deutschen Autos.

Auch die Nobelmarken folgen diesem Trend. Jede große asiatische Marke hat hier noch eine Nobelmarke. So wie Toyota Lexus anbietet gibt es Acura von Honda und Infiniti von Nissan. Im Angebot haben sie nur Jeeps (bzw. SUVs) und PS-starke, sportlich gestylte Limousinen.

Oldtimer

Oldtimer

Wesentlich schöner sind die alten Schlitten, von denen es doch auch ein paar gibt. Die meisten sind sehr gut gepflegt – und nicht selten getunt. Die Krönung war einer der die untere Hälte seines Autos blau und die obere weiß lackiert hatte. Die Felgen hatten 24″, was gleich daneben mit Chromzahlen vermerkt war. Und während er cruist macht er seine Tür auf – nach oben versteht sich.

Wrack

Wer sich kein gescheites Auto leisten kann fährt – hier gibt’s keinen TÜV – schon auch mal mit einem Wrack rum. Wenn man manche Autos hier sieht versteht man warum Pimp-My-Ride hier entstanden ist.

PKWY?

ST, LN, DR, RD, AV, PL, BLVD, PKWY – alles klar?

Public Transport & Strand

Nachdem das Wetter rechtzeitig zum Wochenende schön wurde geht’s heute nach Downtown. An den Strand. Wir fahren erst wieder zu Daniel und Marina um dort zu parken und den Bus zu nehmen.

Busfahrplan

Die Haltestelle ist sehr dezent gehalten und fügt sich gut ins restliche Stadtbild ein. Deswegen sehe ich sie erst als wir noch zwei Meter davon entfernt sind. Das einzige woran man sie erkennt ist der Busfahrplan, der sich in etwa so liest: “Täglich, von früh bis spät. Im Sommer ganz bis zum Strand.” Ende. Von wegen Uhrzeit oder so. Ab und zu kommt halt mal n Bus. Oder auch net. Oder mal zwei. Haltestellen sind auch keine angegeben, die Busse fahren (dank der rechtwinkligen Straßen) eh nur geradeaus. Während der Fahrt bleibt der Fahrer auf einmal stehen. Am Straßenrand ist eine Mitarbeiterin der CTA in Neon-Jacke. Über die Lautsprecher wird durchgegeben dass ein Teil der Leute aus unserem Bus in einen anderen der gleichen Linie umsteigen soll (der praktischerweise direkt vor unserem steht). Nachdem wir das gemacht haben geht die Fahrt weiter und wir kommen ohne weitere Unterbrechungen bis zur letzten Haltestelle. Von dort sind es nur 5 Minuten bis zum Lake Shore Drive der die Stadt vom Strand trennt. Bei schönem Wetter erkennt man ganz leicht welche Richtung zum Strand führt:

 

Lake Shore Drive

Das Restaurant und alle Kiosks bis auf einen kleinen haben noch geschlossen weil heute der erste richtig warme Tag ist. Außerdem beginnt der Sommer frühestens im Mai, egal wie das Wetter ist. Die Menschen lassen sich davon natürlich nicht stören. Der ganze Radweg am Strand entlang ist bevölkert mit Joggern, Skatern und Radfahrern. Dass der Strand selbst auch gut besucht ist versteht sich von selbst.

 

Skyline mit Lake

Hier sieht man gut dass die Stadt wirklich bis ganz an den See gebaut ist. Was man nicht sieht ist der Sandstrand, die Beachvolleyballfelder und die Sonnenanbeter. Das hab ich alles hinter mir gelassen. Coolerweise sind da welche rumgelaufen und haben T-Shirts verschenkt, so hab ich gleich ein Andenken.

Oli: Das Wasser ist definitiv zu kalt zum schwimmen. (~ 50 F)