Fitnessraum

Während ich den restlichen Vormittag auf Johannes warte (der ja das Auto hat), schau ich mich genauer im Hotel um: Die “Lobby” (bzw. der Frühstücksraum) ist üppig begrünt, allerdings standesgemäß nur mit Plastikpflanzen. Unter dem Fernseher gibt es einen Kamin, in dem es leise knistert – ein Motor bewegt langsam Streifen aus Alufolie. Der Fitnessraum ist kleiner als mein Zimmer, aber vollgestopft mit Geräten.

Nachmittags geht’s dann zu Siemens. Gleich neben dem Haupteingang ist ein riesiger Raum mit 100 oder 1000 Cubicles. Die einzelnen “Büros” sind wirklich nur durch Nasenhohe Aufstellwände voneinander getrennt. Farblich pendeln diese zwischen Senfblähfarben und dem Beige einer alten Pinwand. Zufällig sind sie auch mit genau so einem groben Stoff bezogen. Sehr einladend. Zum Glück sind wir etwas abgeschieden, wir haben einen kleinen Raum mit nur 5 Cubes und einem großen Tisch, sodass es bei uns ziemlich ruhig ist. Fenster sind leider trotzdem Fehlanzeige und die Luft ist auch irgendwie komisch.

Auch in der Kantine ist das Geschirr aus Styropor, das Besteck aus Plastik. Der Unterschied zum Hotel ist nur dass das Besteck nicht nochmal einzeln verpackt ist, und dass man die Reste gleich in eine Müllpresse kippt.

Beim Abendessen probiere ich zum ersten Mal amerikanisches Bier. Das Restaurant hat allerdings eine eigene Brewery. Wahrscheinlich deshalb schmeckt es garnicht mal schlecht. (Zum Spaß könnt ihr mal die Preise auf der Speisekarte anschaun, zum Glück hat Siemens bezahlt *g*)