Barbecue (oder BBQ)

Nach dem Bulls Spiel fahren wir durch Downtown zu Bekannten von Andre und Johannes wo wir den Tag am Grill ausklingen lassen. In Downtown halte ich die Kamera einfach aus dem Fenster um die Häuser einzufangen.

 

Chicago Downtown

Chicago Downtown

Chicago Downtown

Alle Strassen stehen senkrecht zueinander, sodass es regelrechte Schluchten gibt, durch die der Wind ohne Widerstand fegen kann.

Chicago Downtown

Chicago Downtown

Sears Tower

Das mit den zwei Antennen ist der Sears Tower, bis 1998 das höchste Gebäude der Welt.

Chicago Downtown Mein Lieblingshochhaus, der Lake Point Tower. Isn’t it cute? So schön symetrisch und die ganze Fasade ist geschwungen wie wenn man eine Seifenblase drüber spannt.

Wen es interessiert: die ganze Skyline mit Namen.

 

Blick vom Balkon, vom Dach und vom Dach stadtauswärts:

 

Andere Richtung vom Dach

Skyline vom Dach

Skyline vom Balkon

Basketbull

Dass die Amis verrückt sind, weiss jeder. Und nach was sind sie verrückt? Na klar, Basketball. (Ok, auch nach Baseball, Football und Eishockey, Fast Food, Autos und Technik – aber das tut gerade nichts zur Sache)

Zur Zeit sind Playoffs. Ich hab im Internet nach Karten gesucht – unter 50 $ gab’s nur Parktickets. Von 60 $ bis 1200 $ gingen die Preise für richtige Karten. Aber Ende der Woche hat ein anderer Praktikant rumgefragt wer zum ersten Playoff-Spiel gegen Miami mitkommen will. Die Karten würden 30 $ kosten. Klar dass ich mir das nicht entgehen lass! Das Spiel fängt um 14 Uhr an und Johannes und ich wollen ca. 2 Stunden vorher dort sein, denn die ersten Besucher bekommen angeblich Fanartikel geschenkt. Um 11:30 fahren wir hier eigentlich schon etwas zu spät los, denn die Strecke dauert normalerweise ca. 45 Minuten.

Auf dem I-90 wird der Verkehr aber ziemlich bald zäh und weit vor der Mautstation staut es sich richtig. Bis wir durch sind stehen wir eine Stunde und vor der Ausfahrt ist dann nochmal kurz Stau.

Um 13:45 sind wir dann endlich am United Center. Jetzt noch schnell mit den anderen treffen, denn die haben ja die Karten. Gut dass außer uns und den anderen 22.181 Zuschauern fast nix los ist. Am ersten Eingang haben wir erstmal Pech, die Security lässt uns ohne Tickets nicht bis zu den Türen. Beim nächsten “Gate” haben wir mehr Glück, nach einiger Zeit kommt Jessi auch mit unseren Karten und wir können rein. Die Gute Nachricht ist dass die Karten nur 25 $ kosten, die 30 $ -Karten die Tobias gekauft hatte sind für das 7. Spiel. Die schlechte Nachricht ist dass wir jetzt Stehplätze ganz oben haben. Aber immerhin sind wir überhaupt reingekommen.

United Center

Um zu unserem Eingang in die Halle zu gelangen fahren wir zwei längere Rolltreppen hoch. Drinnen geht’s nochmal einen Block nach oben, und wenn man sich dann umdreht wird einem fast schwindelig. Um zu zeigen wie hoch die Halle wirklich ist werden bei der Mannschaftsvorstellung ein paar Sylvesterraketen abgefeuert. Und was auch immer passiert, es wird von einer tollen Animation auf dem riesigen Video-Würfel begleitet. Leider kommt von dort auch die meiste Stimmung, von den Fans ist kaum etwas zu merken. Die holen sich lieber ab und zu nen Hotdog oder ein Bier. Aber das verfehlt seine Wirkung nicht, nach der Halbzeit wird es etwas lauter und im letzten Viertel gibt es öfters mal ca. 20 Sekunden lange Abschnitte wo ich mich fast wie in Bamberg fühl – nur dass ich hier weiter vom Videowürfel weg bin als in Bamberg vom Spielfeld.

Inflatabulls

Überraschend für mich war die enorm hohe Anzahl von Auszeiten (6 pro Team) und deren Dauer (geschätzte 5 Minuten). Die Halbzeit als Werbepause ist wohl uninteressant weil keiner so lange vor dem Gerät verweilt. In der Halle gibt es in fast jeder Auszeit was zu gewinnen: Am Eingang hat man ein Faltblatt mit Losen für ca. 4 kleine Spiele bekommen, zum Beispiel rennen drei aufgeblasene Kühe um die Wette. Meine Kuh ist leider die lahmste, ich bekomm also keinen Rabatt bei einem 24-Moants-Handyvertrag. Dafür hab ich beim Rennen der Wasser-Laster die Nase vorn und bekomm jetzt eine Galone Wasser umsonst wenn ich eine Galone kauf. Is das was oder is das was? Zu einem Gratis-BigMac reicht es aber nicht, weil die Bulls zwar gewinnen, aber keine 100 Punkte machen. Ich denke ihr erkennt worauf das ganze rausläuft.

Fliegende Kuh

Wenn gerade mal kein Gewinnspiel ist werden T-Shirts ins Publikum geschossen während eine Kuh durch’s Stadion fliegt. Selten tauchen sogar Cheerleader auf, stattdessen gibt es zahlreiche andere Shows wie z.B. Breakdancer oder tanzende Fettsäcke.


5 Minuten nach dem Sieg

Kurz vor Ende des Spiels keimt in mir die Frage wie wohl die ganzen Leute wieder raus kommen ohne dass jemand zertrampelt wird (zum Glück sind wir ganz oben). Aber auch hier überraschen mich die treuen Fans der Bulls wieder und bereits 5 Minuten nach dem Sieg sieht die Halle so aus.

I-90

So geht’s auf’m Interstate zu: Baustelle, Stau vor der Mautstelle und baufällige, zweistöckige Brücken.

 

Doppelbrücke

Stau aufm Tollway

Hit A Worker

Skyline @ night

Nach einem leckeren Steak und einer kurzen Verdauungspause fahren wir mit Andre nochmal nach Downtown. Er hat seine neue Kamera bekommen und will sie gleich ausprobieren. Kurz vor elf sind wir wieder am Planetarium, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Skyline hat. Außer uns und anderen Touristen sind noch einige White-Sox Fans da, die vom Spiel am Abend übrig geblieben sind. Ein paar von ihnen haben unten am See ein Feuer in einer Mülltonne angezündet, andere haben einen Stromgenerator und eine Anlage aufgestellt und singen Karaoke.

 

Skyline bei Nacht

Skyline bei Nacht


Bevor wir heim fahren machen wir einen Abstecher in den Norden von Chicago um uns das Baha’i House of Worship (Webseite, Satellitenbild) anzusehen.
Mehr (und bessere) Bilder gibt’s wenn ich sie von Andre bekommen hab.

Limo-Ride nach Downtown

Ich besuch eine Schulung für Kunden, damit ich mit der Software hier vertraut werde. Und zum Rahmenprogramm gehört auch ein Limo-Ride nach Downtown! Gegen 16 Uhr werden wir am Hotel abgeholt und Heinz fährt uns acht erstmal zum Navy Pier. Das ist so eine Art Touristenattraktion. Normalerweise kann man von dort aus Bootstouren auf den Lake Michigan machen, aber weil die heute Stadt in einem unheimlich dichten Nebel versunken ist sparen wir uns das. Wir steigen dennoch kurz aus um Heinz Zeit zu geben die Bar neu zu bestücken.

 

Chicago im Nebel

Boot vom Navy Pier aus

Meine Limo

Die Fahrt auf das Hancock Building (96 Stockwerke) und die Stadtrundfahrt sparen wir uns auch und lassen uns gleich zu Giordano’s bringen, wo es die berühmte “Chicago-style Pizza” geben soll. Deep-Dish und Stuffed, das volle Programm. Nie zuvor gehört, aber FAMOUS! Ich bin gespannt und hab v.a. Hunger.
Gleich am Eingang wird das Geheimnis etwas gelüftet, in einem Schaukasten ist eine “Pizza” ausgestellt.

 

Chicago-style (stuffed) Pizza

Giordano's Pizzeria

Hauptsache riesig. So wird eine stuffed Pizza gemacht:

  • Pizzateig in eine tiefe, runde Form
  • Belag rein (viel Käse)
  • Mit Pizzateig zudecken und andrücken
  • Tomatensoße drauf
  • Backen


Obwohl wir zu fünft sind rät uns die Bedienung zu zwei kleinen Pizzen. Das will niemand so recht glauben, aber sie besteht darauf dass das reichen würde. Also bestellen wir eine Spinat (die Spezialität des Hauses) und eine Spezial. Geschmacklich würde ich eine solide 2+ geben, mir sind normale Pizzen irgendwie lieber. Am Ende bleibt von jeder Pizzatorte ein Stück (1/6) übrig, es hätte also noch jemand mitessen können. Ein paar andere von uns waren in einem Restaurant von irgendsoeinem berühmten Football Coach (Ditka) und haben Steaks für 70$ gegessen – wir alle zusammen haben mit ein paar Getränken und Trinkgeld weniger bezahlt.

Hancock Building halb im Nebel

Nach dem Essen hat sich der Nebel etwas gelichtet. Das Hancock Building kann man jetzt immerhin etwa bis zur Hälfte sehen. Die Wartezeit auf unsere Limo verkürzen wir in einem Pub mit echtem deutschem Bier: Hacker Pschorr Weiße für nur 7$ – das sollte einem der Luxus von echten Weizengläsern aber wert sein. Im Gegensatz zu den meisten öffentlichen Lokalen ist Rauchen hier erlaubt – wie uns der Barkeeper verrät dürfen sie das weil mehr als 70% des Umsatzes mit Alkohol gemacht wird. Aber jede Stadt regelt das wie sie will und in Hoffman Estates gibt es glaube ich kein allgemeines Rauchverbot per Gesetz. Trotzdem hängen überall “Thanks for not smoking” Schilder.

Auf dem Heimweg noch ein kurzer Stop beim Wrigley Field, dem ältesten Baseball Feld der Welt und Stadion der Chicago Cubs.

 

Meine Limo von innen

Wrigley Field