Es wird ernst: Termin beim Generalkonsulat in Frankfurt
Kommentare: 1 - Date: 18. Juli 08 - Kategorien: CH USA 08
Habe den Botschaftstermin online ausgemacht und alle Formulare (DS 156, DS 157, DS 158) online ausgefüllt und ausgedruckt. Der Termin war um 08:30 Uhr, aber weil die Fahrt gut gelaufen war, bin ich schon um 8 Uhr an der Botschaft und kann mir in Ruhe einen Parkplatz suchen. (Kostenlose) Parkplätze waren schon etwas knapp, aber noch OK.
Vor der Botschaft stellt man sich erstmal in einer kurzen Schlange an. Zum Glück hab ich mir ein Buch mitgenommen. Während man wartet überprüft ein Mitarbeiter, ob man seinen Reisepass, die Bestätigung der Visa-Antragsgebühr (Roskos) und das DS 156 dabei hat.
Um 08:12 Uhr bin ich am ersten Schalter angelangt, wo ich eine Nummer bekomme.
Nun darf ich mich in die längere Schlange, die zur Sicherheitskontrolle führt, einreihen. Bevor man dort durch darf, wird nochmal gekuckt ob man auch wirklich eine Nummer hat.
Schließlich kommt man im Warteraum an, wo man sich zu einer kleinen Gruppe sammeln muss, um eine kurze Erklärung des Warteraumes zu erhalten: Die Stühle sind zum Sitzen da.
Wieder warten.
Als meine Nummer aufgerufen wird und ich am Schalter ankomme warten dort schon welche. Insgesamt überholen mich die zwölf Nummern nach mir an anderen Schaltern.
Der Schaltermensch ist schroff, will dass ich neue Fotos machen lasse (ok, die waren nicht optimal, aber fürn Reisepass OK – Automaten gibt’s übrigens in der Wartehalle), kuckt die Formulare durch und nimmt zehn Fingerabdrücke.
Wieder warten.
Kurz darauf werde ich wieder aufgerufen und habe endlich das gefürchtete Interview:
“Warum wollen Sie in der USA?” – Research Scholar bei Intel
“Wer zahlt dafür?” – Intel
“Was machen Sie wenn Sie zurück sind?” – Doktorarbeit weiter
“Das Visum wird erteilt und Ihnen zugeschickt.”
Ende, das war’s.
Aber dafür braucht man schon 2,5 Stunden.
Also auf, Frühstück suchen. Ich fahr erstmal etwas Richtung Innenstadt, in der Hoffnung ein schönes Cafe zu finden. Vor dem Parkcafe finde ich leider keinen Parkplatz, deswegen stell ich mich zwei Querstraßen weiter hin.
Zu faul zu laufen, fällt mir ein, dass ich ja noch mein Fahrrad im Kofferraum hab. Also lass ich das Parkcafe sein, und düs mit der Kamera in die Innenstadt.
Am ersten Hochhaus (Baustelle des Opernturmes) bleibe ich stehen und frage eine ältere Frau, die ihren Hund ausführt, ob sie gerne in Frankfurt lebe. Plötzlich fängt sie zu strahlen an und bejaht meine Frage. “Wissen Sie, ich nenne die Hochhäuser meine Kinder. Ich hab die alle groß werden sehen.”
Voller Erwartung fahr ich weiter, und erkunde die Stadt. Besonders gefällt mir, wie alte und neue Gebäude direkt nebeneinander stehen. Vor der Oper hat das Spielmobil eine riesige Spielplatz aufgebaut und dementsprechend viel ist auch los.
