Der Flieger geht um 9:30 Uhr, 2 Stunden vorher da sein, 2 Stunden Fahrt, etwas Puffer, ergibt: um 5:00 Uhr losfahrn. Mnäh.
Der bringt uns hin...Letzten Endes kommen wir doch erst kurz vor 5:30 los, der Puffer ist damit schon fast verbraucht. Grande! Das Wetter wird zusehends schlechter, Regen setzt ein, bis vor Frankfurt der Verkehr in einem Wolkenbruch zum Erliegen kommt. Irgendwie kommen wir doch noch bis 7:45 am Flughafen an. Einchecken ist kein Problem, Sicherheitskontrolle geht flux, so dass wir ziemlich früh am Gate rumhocken und warten. Kurz vor der geplanten Abflugzeit kommt dann eine Durchsage, dass unser Flieger gerade erst von der Wartung freigegeben wurde (Nachwirkungen des Streiks) und sich der Abflug um etwa eine Stunde verzögern wird. Tatsächlich dauert es sogar noch etwas länger.

Endlich da!

An der Immigration Control wird Chrisi ausgequetscht, so wie ich damals in Chicago auch. Bei mir geht’s relativ flott.

Kurzer Exkurs. Das Gepäckband in MUC ist genial: Es läuft endlos im Kreis, neue Gepäckstücke werden innerhalb des Rings nach oben befördert und rutschen dann auf das Ringband. Achtung, jetzt kommt der Clou: Wenn auf dem Ringband gerade ein Koffer vorbeifährt, stoppt das innere Band kurz und lässt den Neuen erst danach hinabgleiten. Genial, oder? Wozu die ganze Geschichte? Am SFO sieht das Band genauso aus, nur giebt es diese Wartefunktion (die ich übrigens richtig genial finde) nicht.

Unser CorollaGut, wir haben unsere Koffer, also los zum Auto mieten. Habt ihr das schonmal gemacht? Ist ganz leicht. Gemietet hatten wir es schon im Voraus übers Internet (auto-europe). Dann geht man einfach an den Schalter, zeigt seinen Führerschein und seine Kreditkarte und wird in die Garage geschickt. Wir bekommen einen Toyota Corolla, innen etwas dreckig, leicht stinkig, und eigentlich wär die nächste Wartung fällig. Das Gute daran ist, dass wir uns beim Abgeben offensichtlich auch keine Gedanken um den Zustand machen brauchen. Im Laufe der Zeit finden wir im Auto nicht nur eine Zigarette, sondern auch gleich ein Feuerzeug. Sicher ist das gesponsort.

Letzte AusfahrtDie Fahrt nach San Francisco ist leicht verwirrend, weil wir nicht so genau wissen wie wir fahren wollen, erwischen dann aber doch eine Ausfahrt, die ziemlich gut passt. Wer jetzt denkt der Rest sei einfach in den rechtwinkligen Straßen einer amerikanischen Großstadt, der hat sich getäuscht. In der Innenstadt sind alle Straßen Einbahnstraßen in abwechselnder Richtung. Zudem darf man an großen Straßen nicht links abbiegen, auch wenn man die Querstraße entsprechend befahren dürfte.

Die Jugendherberge ist eigentlich ganz gut; sauber und nettes Personal. Leider liegt sie im absoluten Assiviertel (sorry, man kann’s net anders sagen) und sobald man vor die Tür geht findet man sich in einem Meer von Freaks und Obdachlosen wieder. Das schockierende ist, dass es gar nicht weit bis zu den Einkaufsstraßen ist. Arm und reich liegen hier sehr sehr nah beieinander.

Nach dem Einchecken ist unser erstes Ziel das Labor wo ich meinen Drogentest machen muss. Der Test selbst ist eine Urinprobe, die ich unbeobachtet abgeben kann. Aber ich hab ja unterschrieben dass ich nicht betrogen hab. Nach dem ganzen Trara dass ich deswegen im Vorhinein hatte, war’s jetzt nur hingehn, 5 Minuten warten, 5 Minuten Test, fertig.

China TownEingang zu China Town

Danach bummeln wir durch die Stadt. Nach einem kurzen Besuch am Union Square gehn wir nach China Town. Weil wir hungrig sind suchen wir uns ein “Restaurant”, wo es All-You-Can-Eat Dim Sum gibt. Man muss wissen, dass Dim Sum eine Art Spezialität hier sind, die in jedem Reiseführer empfohlen wird. EKELHAFT. WIDERLICH. Glibberiger, verkochter Nudelteig, gefüllt mit irgendwelchen (hoffentlich) Fleischpasten oder weiss der chinesische Teufel was für Zeug. *schüttel*
Weiteres Highlight in China Town: Eine Fabrik, in der in Handarbeit Glückskekse hergestellt werden. Natürlich schreibt keiner die ganzen sinnlosen Sprüche händisch auf den vielen kleinen Zettelchen, aber die Kekse werden (zumindest in dem Teil den man sehen kann) manuell gefüllt und gefaltet. (Trivia: Man kann an jeden Glückskeksspruch “… im Bett” anhängen, probier’s mal aus)

WelligThe Rock (Alcatraz)Ganz schön steilHeute ist der Himmel über der Stadt bedeckt, weite Teile liegen sogar im Nebel. Dementsprechend ist es überraschend frisch. Unerschrocken kämpfen wir uns über die Hügel von San Francisco (im Fernsehen schauen die schon toll aus, aber sie sind einfach nicht für Fußgänger gemacht) quer durch die Stadt. Vom Coit Tower aus kann man Alcatraz sehen – oder besser: erahnen.

Knobi RestaurantCable CarLombard Street
Lombart Street, Cable Car und ein Restaurant nach Mannis Geschmack :)

Mehr Bilder vom ersten Tag gibt’s auf Flickr.